Kinderspiele im Freien

Ein Angebot des Kinderspielplatzvereins

Kinderspielplatzverein Schorndorf e.V.

Icon mit einem Laub- und einem Nadelbaum

Einfache Spiele für draußen

Probiere sie aus!

Der bekannte Autor und Pädagoge Frieder Stöckle (1939-2015) hat viele kleine, aber inspirierende Spiele erfunden und aufgeschrieben. Er hat besonders die Spiele für wichtig gehalten, bei denen Kinder Spaß haben und gleichzeitig etwas über ihre Umwelt und die Natur lernen.

Hier findest du Spiele im Wald, Gruppenspiele, Spiele für alle Sinne, Spielideen mit viel Fantasie
und einfache Spiele ohne Vorbereitung.

Konzert im Wald

Die Spieler verteilen ich so in einem Waldstück, dass sie nicht über Rufweiter voneinander entfernt sind. Jeder Spieler baut sich jetzt ein Xylophon aus Harthölzern. Er verwendet dabei verschiedene Längen und Durchmesser. Die Klanghölzer müssen schön gelagert werden – am besten auf gerade gewachsenen Rundhölzern und über einer kleinen Erdmulde.

Das Waldxylophon
Nun werden die Hölzer geschlagen. Dabei hohen und tiefe Töne ausprobieren. Und dann auf die Klänge der anderen Xylophonisten hören und ihnen antworten. Allmählich entwickelt sich aus den zufälligen Tönen ein Klangbild. Vielleicht sogar eine Melodie! Die Waldbesucher bleiben stehen und horchen

Ein Kinderchor singt auf einem Spielplatz, jemand spielt Akkordeon.

Mutmacher-Geschichten

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Ein kleines Kind spielt in auf einer Wiese mit getrocknetem Laub.

Die Natur mit neuen Formen schmücken

Zweige werden häufig zum Ausschmücken von Räumen verwendet. Man kann aber auch die Zweige selbst schmücken. Nein, nicht mit Bändern und Krimskram behängen. Sondern die Blätter mit verschiedenen Mustern schmücken und dadurch dem Zweig eine ganz eigene Gestalt geben. Eben eine Schmuckgestalt!
Brich dir irgendwo einen Zweig ab. Kastanien eignen sich gut. Aber auch Walnussbäume oder Kirschen. Die Blätter dürfen nicht zu klein sein.
Jetzt betrachtest du die Blätter genau. Du entdeckst zarte Rippen. Das ganze Blatt hat ein Gerippe. Die Rippen wachsen in ebenmäßigen Abständen, sie sind am Blattstengel verwachsen und werden zur Blattspitze hin immer zarter.

Feinstes Bastelmaterial aus der Natur
Fass jetzt mit Daumen und Fingerspitze vorsichtig zwischen zwei Rippen und trenne den Blattstreifen heraus.
Du wirst sehen, er lässt sich sauber abziehen. Nun lässt du ein Feld stehen und trennst dann wieder ein Feld zwischen den Rippen heraus. Ein Muster entsteht. Eine Art Laub-Zebra-Muster.
Du kanns ruhig auch die Reihenfolge mal ändern: einen Streifen reißen, zwei stehen lassen, zwei reißen, einen stehen lassen. Oder dreimal reißen und dreimal stehen lassen. Wie es dir am besten gefällt.
Und jetzt wählst du an deinem Zweig einige Blätter, die das Muster bekommen sollen. Die übrigen Blätter bleiben, wie sie sind. Und dann stellst du deinen Zweig in eine Vase. Wenn ihr eine Gruppe seid, könnt ihr eine ganze Schmuckzweigsammlung herstellen und eine kleine Ausstellung damit machen!

Fangen spielen mit Blätterschnappen

Das ist ein Spiel, das ihr bei Geburtstagen oder Partys gut draußen spielen könnt. Ihr braucht eigentlich gar nichts vorzubereiten. Eine Schnur oder einen Gummi, mehr braucht man nicht. Jetzt reißt ihr euch einen Kastanien- oder Nussbaumzweig ab und bindet euch den auf den Rücken, indem ihr euch die Schnur oder den Gummi um den Bauch spannt.

Auf ein Zeichen geht es los, das Blätterschnappen!
Jeder versucht, den Mitspielern ein Blatt vom Rücken zu rupfen. Das ist nicht einfach, weil jeder Spieler sich ja blitzschnell wegdrehen kann.
Natürlich kann man dabei tricksen und täuschen. Es kommt eben darauf an, dass man geschickt vorgeht.

Wer gewinnt das Spiel?
Wenn zum Schluss die Blätter abgerupft sind und bei einzelnen nur noch Zweige auf dem Rücken hängen, dann ist das Spiel aus. Man kann ja vereinbaren, dass derjenige Sieger sein soll, bei dem am Schluss die meisten Blätter noch auf dem Rücken sind.

Getrocknete Blätter verschiedener Baumarten sind auf einer Holzplatte ausgelegt.
Zwei kleine Kinder spielen mit Schaufel und Eimer in einem großen Sandkasten.

Ein Kunstwerk aus Matsch, Steinen und Schilf

Ihr seid fünf oder sechs? Gut, das reicht schon. Jetzt macht ihr was!
Am Anfang muss keiner wissen, was es werden soll. Das ergibt sich. Einer fängt an. Vielleicht der, der sich als erster auf den Boden gesetzt hat. Oder der, der die langweiligsten Schuhe anhat. Der fängt an.

Was fangen wir hier jetzt an?
Mit einem Zweig drückt er vielleicht drei Löcher in die Erde. Oder er steckt einen Stein mit der Spitze nach unten oder nach oben in die Erde.
Dann kommt der nächste dran. Es legt einen Ast drauf und einen Klumpen Erde. Oder er zieht die Schuhe aus und drückt mit den Zehen die drei Löcher vom Vorgänger ein bisschen tiefer.
Der nächste ist schon mit drei Tannenzapfen zur Stelle, die er in bestimmten Abständen um das angefangene Ding in den Boden drückt. Der vierte hat es jetzt leicht. Es ist schon viel gemacht und gerichtet, er braucht bloß weiterzumachen und weiterzudeuten, mit Dreck und Schilf, mit Ästchen und Gras, mit Wind und Wasser. Ganz gleich, was er macht: Es geht weiter.

Überall Veränderung wie in der Natur selbst
Das Ding wächst in die Höhe oder in die Breite; es wird herrlich oder fürchterlich.
Immer wieder fängt der erste an, sobald der letzte seinen Beitrag dazugetan hat. Auf diese Weise wird das Gebilde dauernd verändert.

Mutmacher-Geschichten

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Räuber und Gendarm mit Naturzeichen

Dieses Spiel wird ähnlich gespielt wie Fuchs und Hase. Oder wie Räuber und Gendarm. Es bilden sich zwei Gruppen. Die erste nimmt Streumittel mit zur Kennzeichnung des Weges – wie bei der Schnitzeljagd – und bricht mit einem Vorsprung von 20 Minuten auf. Statt nun Irrwege zu streuen wie beim Fuchs-und-Hasen-Spiel, werden von der ersten Gruppe Zeichen be-deutet. Aus vorhandenem Naturmaterial – Steine, Erde, Schneckenhäuser, Erde, Äste – werden Zeichen und Symbole aufgestellt, die die nachfolgende Gruppe deuten muss.

Zeichen setzen mit Naturmaterial
Die be-deutende Gruppe einigt sich jeweils auf ein Grundthema wie Haus‚ Gebäude‚ Ruine‚ Grabmal und die deutende Gruppe muss nun versuchen, diese Bedeutung zu finden.
Beim Finden und Aufstellen der Zeichen und Symbole darf nur wenig Zeit verbraucht werden, da ja die deutende Gruppe unterwegs ist und die erste Gruppe möglichst nicht einholen sollte. Schafft sie es aber und holt die Bedeutungsgruppe ein, dann findet ein Wechsel statt. Sie darf jetzt be-deuten, während die andere Gruppe deuten muss. Voraussetzung ist allerdings, dass die notierten Bedeutungsvorschläge der Gruppe 1 zu den Deutungsvorschlägen der zweiten Gruppe wenigstens grundsätzlich passen.
Hat die be-deutende Gruppe Begriffe wie Siedlung, Neubaugebiet, Stadterweiterung notiert, dann wären Deutungsbegriffe wie Zwergenland oder Vergnügungspark selbstverständlich falsch.
Natürlich gibt es Grenzwerte und Bedeutungsüberschneidungen. Immer aber ist es möglich, dass eine gewisse Grundbedeutung von beiden Gruppen getroffen werden kann.
Sonst muss die deutende Gruppe nochmal zurück zu der entsprechenden Symbolstation und einen neuen Versuch machen.

Variation für Fortgeschrittene
In einer gut eingespielten Gruppe ist es sogar möglich, auf das Herstellen von Bedeutungsträgern, von Symbolen zu verzichten. Man führt die Spur vor ein interessantes Objekt, zum Beispiel vor eine alte Scheune, deren Schieferverkleidung völlig aus den Fugen geraten ist, oder vor einen interessanten Baum, dessen Rinde so beschaffen ist, dass er Deutungsüberlegungen geradezu provoziert.
Aber auch hier muss sich die be-deutende Gruppe selbstverständlich auf einen Bedeutungskern einigen.

Ein kleiner Junge rennt über ein sommerliches Kornfeld.
Mehrere kleine Sandburgen und eine große Sandburg

Spielvorschlag mit Steinblöcken

Es gibt Steine, die aus weichem, porösem Material sind. Sandsteine zum Beispiel. Man kann mit einem etwas härteren Stein (Schotterstein/Kalkstein) daran reiben und schleifen, dann entstehen Gänge (für Glasmurmeln z.B.), richtige Straßen und Plätze, Kreuzungen und Unterführungen (z.B. für Miniautos). Mehrere Etagen übereinander. Passstraßen und Tunnel. Und man kann viel zusammen machen. Erst dann entsteht ein richtiger Verkehr auf dem Stein. Auf dem Gebirge. Formt die Steinblöcke in den öffentlichen Anlagen. Baut sie um zu Spielsteinen.

Nachrichten der Natur

Eine besonders interessante Nachricht fand ich am letzten Sonntag unter einer Rinde.
Eine hochgewachsene Fichte hatte eigenartige Risse in der Rinde. An einigen Stellen fehlte die Rinde ganz. Der nackte Stamm kam drunter zum Vorschein. Ich ging hin und kIopfte mit dem Knöchel des Zeigefingers vorsichtig die fragliche Rindenplatte ab – Vorsicht ist unbedingt angebracht. Man weiß ja wahrhaftig nie, was sich drunter verbirgt.
Es klang hohl. Eigenartig leer und hohl. Ähnlich wie ein Fass. Vorsichtig klappte ich das Rindenstück zurück und stieß auf das Wort Liebe. Das Wort war klar zu lesen.

Die Botschaft heißt: Liebe
Liebe, überlegte ich, vielleicht liebt mich jemand und möchte es mir nicht sagen. Das ist aber nett.
Liebe – ob das vielleicht eine Nachricht für mehrere Menschen ist?
Oder eine Geheimformel? Aber das kann kaum sein. Das Wort kennt ja jeder. In fast allen Liedern kommt es vor.
Ehrlich gesagt, ich weiß heute noch nicht, wie ich die Nachricht deuten soll.
Liebe was könnte das bedeuten?

Zwei kleine jungs sitzen auf einer Wiese und blättern durch ein Buch

Mutmacher-Geschichten

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Kinder malen mit bunter Kreide auf eine asphaltierte Straße.

Sonnenmal auf der Straße

Die Sonne zeichnet. Sie zeichnet Umrisse von Gegenständen auf dem Fußboden.
Diese Umrisse solltet Ihr mal „festmachen“. Und zwar über einen langen Zeitraum. Wählt einen Gegenstand aus. Zum Beispiel ein Verkehrsschild. Oder die Ornamentlinien eines Kirchturms auf dem Platz vor der Kirche. Man kann sich auch einen Schornsteinschatten vornehmen. Vielleicht lehnt ein altes Fahrrad schon lange an einem Zaun…
Jetzt die von der Sonne gezeichneten Schattenlinien auf das Pflaster malen (Dispersionsfarben oder Betonfarben). Jeden Tag wiederholen. Und immer zur selben Zeit. Möglichst ein ganzes Jahr lang. Es entsteht eine interessante Schattenstraße. Ein wandernder Schattenhorizont. Was gibt das insgesamt wohl für eine Figur? Die Umrisszeichnungen jeweils mit dem entsprechenden Datum versehen, auch in regelmäßigen Abständen fotografieren.

Sonnenwandern als Bürgerbewegung
Ausweitung: Ihr sprecht Euch in einer Gruppe ab. Die Sonnenbilder sollen an vielen Stellen der Stadt entstehen. Ihr verteilt Euch. Jeder übernimmt eine Sonnenzeichnung in seinem Stadtviertel. Beim zuständigen Ordnungsamt eine kleine Genehmigung einholen für „eine wissenschaftlich-künstlerische Langzeit-Sonnenbeobachtung“. Ihr malt dann mit einer gewissen öffentlichen Berechtigung.

Die fantastische Graszeit

Gräser kann man flechten, weben, binden, knüpfen. Grasmatten und Körbchen lassen sich herstellen.
Wie in der Steinzeit. Die Steinzeitmenschen waren die ersten Graskulturmenschen. Natürlich sind die Spuren ihrer Grasarbeiten längst verlorengegangen. Nur die Steinspuren blieben übrig.

Was können wir mit Gras anfangen?
Geh im Sommer weit hinaus in die Wiese. Am besten ist eine Waldwiese. Dort wachsen zähe und lange Gräser. Reiß einen Halm ab und betrachte ihn. Langsam ziehst du ihn durch die Finger und spürst seine Beschaffenheit. Aber vorsichtig. Du kannst dich an dem Halm schneiden. Wickle den Halm um den Finger. Binde zwei Finger zusammen und versuche, sie wieder zu lösen. Du spürst, wie fest die Halme halten.
Reiß wieder einen Halm ab, verknote ihn mit dem ersten Halm. Zieh daran – reißt der Knoten?
Und jetzt beginnst du mit drei Halmen zu flechten. Zuerst eine Kordel aus drei Halmen. Dann aus drei Kordeln einen kleinen Grasstrick. Was der aushält, kannst du mit einem schweren Stein ausprobieren.

Wie aus Natur eine Welt entsteht
Dann legst du etwa gleich dicke Halme nebeneinander und beginnt mit weiteren Halmen zu weben. Immer auf und ab. Dabei die Halme mit einem Stück Holz beschweren, dass sie nicht verrutschen. Nach einiger Zeit hast du eine schöne Grasmatte, eine kleine Grasdecke gewoben. Mit mehreren Grasmatten kannst du ein kleines Südseedorf bauen, ein Indianerdorf irgendwo an einer abgelegenen Stelle. Dein Geheimnis.
Und damit im Dorf kein Dämon sein Unwesen treibt und wer weiß welchen bösen Schadzauber verübt, bastelst du aus Gras einen Dorfschamanen, einen Graspriester, einen Medizinmann. Den stellst du mitten im Dorf auf.
Aus Rindenstücken machst du eine Trommel, die du mit großen Blättern bespannst. Als Spannschnüre verwendest du natürlich Gras! Dein Indianerdorf besuchst du immer wieder.
Es werden sich gelegentlich auch Gäste einstellen…

Ein kleiner junge hält einen trockenen Grashalm in der Hand.
Zwei kleine Kinder malen mit einem Buntstift ein Bild auf Papier.

Ein Selbstbildnis machen

Man kann von sich ein Selbst-Bild machen. Es besteht aus einem Portraitfoto, aus Farbe Text und verschiedenen zusätzlichen Materialien und Gegenständen.

Woraus besteht dein Leben?
Mit dem Portraitfoto beginnt man. Dazu kommen Beschreibungen von Gewohnheiten, auch heimlichen, aus biografischen Notizen, Erklärungen, aus Zeugnisausschnitten, aus amtlichen Beurteilungen usw. Wichtige Lieblingsbeschäftigungen wie Musik, Essen, Wandern gehören ebenso dazu wie lebensbedeutsame Ereignisse. Die erste Freundin, ein Bild von ihr. Eine Haarspange, Stollen von Fußballschuhen, Glasmurmeln, der erste Milchzahn können ebenso befestigt sein wie Reste von einem guten Essen, ein Stück einer CD-Hülle oder die Unterschrift eines Filmstars. Alle Materialien werden zu einem Selbst-Bild zusammengesetzt.

Zeige anderen, wie du dich siehst
Anschluss-Spiel, Jetzt geht es weiter: Das Selbst-Bild mit dem besten Freund tauschen. Dabei soll versucht werden, jeweils das Bild zu deuten. Die einzelnen Materialien, Ereignisse und Empfindungen sind aufeinander zu beziehen.
Das Selbst-Bild kann sich im Lauf der Zeit verändern. Die Interessen und Empfindungen ändern sich ja immer. Kein Mensch bleibt immer derselbe. Man lernt Neues hinzu. Altes verliert an Gewicht…

Das Tagebuch als Bild
Diesen Prozess der Veränderung kann mal auch auf dem Selbst-Bild festhalten. Entweder dadurch, dass man von Zeit zu Zeit ein ganz neues Selbst-Bild entwirft, oder, was eigentlich noch besser ist, das Selbst-Bild auf einer langen rechteckigen Tafel baut. Man beginnt links und entwickelt das Selbst-Bild nach rechts weiter. Wie einen Fries.
Damit hat man eine Art Bild-Tagebuch. Oder Tagebuch-Bild.

Wie nehmen mich die anderen wahr?
Man kann sich von seinem Freund oder seiner Freundin auch ein Freund-Bild machen lassen. Bei dieser Spielvariation geht es darum, dass der andere aufgefordert ist, dich so darzustellen, wie er dich sieht und erlebt. Das ist gewissermaßen ein Fremd-Bild von dir.
Man kann dann Fremd-Bild und Selbst-Bild miteinander vergleichen. Das ist interessant und aufschlussreich. Sehr aufschlussreich sogar!

Mutmacher-Geschichten

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Lustige Mini-Spiele für Gruppen

Die Wasserfontäne
Alle sitzen im Kreis und blasen die Backen auf. Einer hat den Mund voll Wasser. Auszählen. So, und jetzt muss einer in die Mitte. Und der drückt Backen zusammen. Meistens kommt Luft heraus. Derjenige, der beim Drücken dann den Wasserstrahl loslässt, darf als nächstes in die Mitte.

Mittelfinger rot
Setzt euch im Kreis. Jeder malt einen Fingernagel an. Hand auf den Rücken und raten. Zuerst den Finger und dann die Farbe: „Mittelfinger rot!“
Wer richtig rät, darf weiterfragen.

Tierfamilie
Zwei Hände, zehn Finger. Jeder Finger ist jetzt ein Tier. Und nun die Finger zusammenstecken, aber so, dass sich die Tiere gegenseitig nichts tun: Schmetterling und Kaulquappe tun sich zum Beispiel nichts.

Geisterklopfen
Unter der Tischplatte durch zwei Schraubringe eine Schnur laufen lassen. An die Schnur ist ein Stück Holz geknotet. Du hältst ein Schnurende unauffällig in der Hand. Und wenn man dich jetzt wieder mal nicht zu Wort kommen lässt, dann ziehst du einfach an der Schnur. Es pocht dann von unten an die Tischplatte. Unterirdisch, sozusagen, und ein bisschen unheimlich. Stille tritt ein, und du kannst reden!

Daumenspiel
Daumen nach oben bedeutet: auf den Baum klettern, Haus bauen, fliegen, klettern, aufwachen, sich freuen. Daumen angewinkelt bedeutet: sitzen bleiben, stehen bleiben, auf der Erde stehen, nachdenken, überlegen, unentschlossen sein. Daumen nach unten bedeutet: abgestürzt, ins Unglück gekommen, Skifahren, Bach, Regenschauer, fallen, einschlafen. Denkt auch etwas aus! Das Daumenkino – Und jetzt erzähl eine Daumengeschichte ohne Worte! Oder: Du dirigierst mit deinem Daumen die Geschichte, die dein Freund erzählt. Also: „Jakob steht auf – Daumen nach oben. Er streckt sich, dehnt sich und bleibt vor dem Bett stehen. An was ist heute zu denken? – Daumen angewinkelt. Auf dem Weg zum Bad stolpert Jakob und fällt doch tatsächlich über seinen schwarzen Hund – Daumen nach unten.“ Die Geschichte kann weitergehen…

Mit den Zehen in der Wiese
Schuhe ausziehen und mit den Zehen Blumen rechen. Wer macht den schönsten Zehenstrauß? Die Hände werden dabei nicht eingesetzt! Die Blüten legt ihr in einen Teller mit Wasser – eine Blütensuppe!

Schleimsuppe
Lehrern kann man Speise-Namen geben. Es gibt bekanntlich gute Essen, Leibspeisen. Und andere: „Gemüseeintopf“ oder „Wurstsalat“. Aber es gibt auch „Schleimsuppe“…

Lufttiere
Einer zeichnet mit dem Finger ein Tier in die Luft. Ein anderer Spieler schreibt den Namen mit dem Finger in die Luft. Die übrigen raten. Wer richtig rät, zeichnet als nächster in die Luft. So lang macht ihr das Spiel, bis ihr einen ganzen Zoo beieinander habt!

Drei Kinder hüpfen über ein Seil, dass auf einer grünen Wiese liegt
Ein kleines Kind sitzt auf einer Wiese und hält sich einen alten Telefonhörer ans Ohr.

Echo-Spiel

Bei diesem Spiel können einzelne oder Gruppen spielen. Am besten eignet sich das Echo-Spiel für eine Gruppe von fünf bis acht Leuten. Es ist überall dort spielbar, wo das Gelände, die Umgebung, so beschaffen ist, dass man Echo erzeugen kann. Also Hochgebirge, Mittelgebirge, der Schwarzwald und so weiter. Man beginnt mit dem Echo-Spiel meist, nachdem man ausgiebig Rast gemacht hat, den letzten Apfel gegessen hat und nun bequem ausgestreckt im Gras liegt, in die Sonne blinzelt und einen Halm kaut.

Wie in der Natur Musik entsteht
Gewöhnlich steht dann einer auf und probiert etwas die Umgebung aus. Er hüpft vielleicht auf einem Bein über eine Erika-Staude, spuckt auf die großen Blätter einer entfernt stehenden Herkules-Pflanze oder versucht einen Erdklumpen in das Bachbett des tief vor ihm gähnenden Tales zu werfen.
Er horcht. Hat er getroffen? War das ein Platschen oder nur das gewöhnliche Rauschen? Jetzt stößt er vielleicht einen kurzen Schrei aus. Ohne Grund, einfach so.
Der Schrei kommt von der Glammer-Wand drüben zurück, verzögert, langgezogen und schwebend.
Der Schreier horcht seinem Echo nach und schickt gleich nochmal einen Laut zum Waldhang hinüber.
Prächtig kommt er zurück. Etwas verdunkelt, unwirklich, wie vom Jenseits.
Und jetzt geht es los: ein zweiter Spieler steht auf, ein dritter, vierter…

Wir singen das große Waldhorn-Halali
Schließlich steht die ganze Gruppe in einer Reihe am Abgrund der Schlucht. Der linke Spieler beginnt mit seinem tiefsten Ton. Dann wird rasch eine Tonleiter aufgebaut – und genauso schnell wieder abgebaut. Zurück kommt, wenn die Tonleiter schnell gesungen wurde, ein schöner Akkord.
Jetzt werden Dreiklänge gesungen, in langgezogenen Halben. Anschließend Waldhorn-Halali, das große Jäger-Echo. Quarten, Quinten, Sexten, Oktaven. Schließlich werden überraschende Klangbilder gesungen. Einer hält einen langgezogenen tiefen Ton, die anderen setzen im Stakkato-Rhythmus Melodiefetzen drüber. Oder umschmeicheln in traurigen und wehmütigen Kurven und Bögen den stabilen Ton-Grund. Einzelne, besonders schön klingende Akkorde werden so lange ausgehalten, bis einer ein Zeichen zum Abbruch gibt.
Vielleicht wie ein Dirigent.
Weich verklingt das Klangbild.

Schweig-Klang
Man kann auch einen Schweig-Klang machen.
Dazu stellt man sich wieder vor der Schlucht auf und schweigt so lange, wie ein guter Akkord zum Anklingen und Ausklingen Zeit braucht. Es klingt jetzt nach innen. Fast schöner noch, als vorher nach außen. Echt!
Man muss nur gut in sich hineinhören. Besonders schön klingt es nach innen, wenn sich die Spieler dabei ansehen und sich vielleicht an den Händen fassen.

Bestellformular

Ein Teilerlös am Verkauf jeden Buchs geht direkt an den Kinderspielplatzverein. So wird die Vision des Buchs, dass Kinder den ganzen Tag an der frischen Luft spielen, ein kleines bisschen mehr Wirklichkeit!

hannelore book

Format: 24 cm x 16,5 cm | Hardcover,
Fadenheftung mit Lesebändchen
Umfang: 200 Seiten
molino verlag schwäbisch hall
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2019
ISBN 978-3-9820231-1-3
Preis: 17,50 €
Zahlungsmethode: Rechnung

Kommentar

Vielen Dank für deine Bestellung!

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